Rezensionen

(Rezension) Transit-mörderischer Güterverkehr; Hans Martin Prill

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Rezensionsbuch Verrai Verlag

 

Klappentext

 

Siegfried Wagner ist mit Leib und Seele ein Polizist, allerdings kein gewöhnlicher. Weniger an den Verordnungen und Gewohnheiten der bürokratischen Polizeiarbeit orientiert, ermittelt er auf seine ganz eigene unkonventionelle Art. So sieht er vorgeschriebene Verfahrenswege eher untergeordnet an und er setzt geheime Waffen ein, die nach den Genfer Abkommen höchstwahrscheinlich geächtet sind. Und mit dieser Einstellung eckt er mitunter auch bei seinen Kollegen und Vorgesetzten an; vor allem Danner, seinen unmittelbaren Dienstherrn, bringt er damit zur schieren Verzweiflung.
Aber seine Art zu ermitteln hat durchaus Erfolg und verschafft ihm Respekt, vor allem beim Polizeipräsidenten. Dieser lässt ihn bei zwei undurchsichtigen und grausamen Mordfällen ermitteln. Dabei sind die beiden Geschäftsführer einer Spedition getötet worden. Bald schon kommt Siegfried üblen Machenschaften auf die Spur, bei denen es um Menschenhandel, Prostitution und skrupellose Banden geht, die grenzübergreifend tätig sind. Doch nicht nur diese Fälle halten ihn in Atem, sondern auch noch eine schöne Witwe.
H.M. Prills Krimi „TRANSIT“ ist ein kurzweiliges Buch über einen Gesetzeshüter, der so überhaupt nicht in unsere Gegenwart passen will. Mit seinen Methoden, die fernab der Überverwissenschaftlichung der derzeitigen Krimis mit Forensik, DNA-Spuren, Datensammeln und Ähnlichem sind, wirkt er fast wie ein Relikt aus fernen Zeiten. Aber, und das macht es so erfrischend: Er kommt trotzdem – oder gerade deshalb – auch zum Ziel und man wird dabei noch köstlich unterhalten.

 

 

 

Meine Meinung ⭐️⭐️⭐️⭐️

Als ich gefragt wurde, ob ich dieses Buch gerne lesen möchte, war ich wirklich unsicher, ob es mir gefallen wird. Aber irgendwas hatte dieser Klappentext an sich, dass mich neugierig machte, also habe ich es gelesen und habe eine ganz andere Geschichte erlebt, als erwartet.

Es ist wirklich ein toller Kimi und das nicht nur für Fans. Es ist ein Buch, welches mich wieder mal positiv überrascht hat und das auf verschiedene Weise.

Dieser Siegfried wirkte so herrlich selbstverliebt auf mich und benimmt sich teils wie ein Arsch. Aber er hatte was an sich, dass ich mochte und brachte mich mit seinen Handlungen, Sprüchen und Gedanken während seiner Ermittlungen und Zwiegespräche mit Kollegen und seinem Chef mehr zum Lachen, als so mancher humorvoller Roman.

Trotzdem war es auch ein Krimi, der einen durch seine unübliche Weise, einfach festhält und Spannung in die Geschichte bringt. Es machte wirklich Spaß Siegfried bei seiner Art Fälle zu lösen, zu begleiten. Einerseits erlebte ich dabei Spaß und sogar Humor, andererseits auch Spannung. Er hat wirklich ein Händchen knifflige Fälle zu lösen, obwohl er erst so rüberkommt, als hätte er null Ahnung von dem was er tut. Aber genau das ist es, was diesen Krimi so anders macht, denn dieser Ermittler ist wirklich auf seine Weise Einzigartig. Wenn er älter wäre, würde mich seine Ermittlungsart etwas an Columbo erinnern.

Ich kann diese Geschichte wirklich empfehlen, denn sie ist unterhaltsam, abwechslungsreich, humorvoll, spannend und sehr lebendig geschrieben, so dass ich das Gefühl hatte mitzuerleben, was Siegfried erlebte. Es machte Spaß diese Geschichte zu lesen, auch wenn sie für mich einen Tick spannender hätte sein können.